Ziele:
Der Universitätslehrgang "Arbeits- und Wirtschaftsmedizin" (MSc) vermittelt Hintergrundwissen und Methodenkompetenz für - das Erkennen gesundheits- und leistungsrelevanter Einflussfaktoren auf Physis und Psyche von Individuen im betrieblichen Geschehen, - die Bewertung ihrer Auswirkung auf Gesundheit und Leistung des Menschen und auf den betrieblichen Ablauf, - die Entwicklung und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen und - die Abklärung individueller Gesundheitsstörungen hinsichtlich ihrer möglichen arbeitsbedingten Ursachen zu vermitteln. Der Universitätslehrgang "Arbeits- und Wirtschaftsmedizin" ermöglicht den professionellen Erwerb interdisziplinären, wissenschaftlich fundierten Wissens und entsprechender Umsetzungsmethoden zum Umgang mit wirtschaftlichen Strukturen auf allen hierarchischen und funktionellen Ebenen. Großer Wert wird daher auf die Vermittlung interdisziplinär vernetzter Kenntnisse und Fertigkeiten auf Basis einer soliden arbeitsmedizinischen Ausbildung gelegt. Die Studierenden werden mit den theoretisch-fachlichen Grundlagen aus den Bereichen Medizin, Unternehmensführung, Psychologie, Recht, Soziologie und Volkswirtschaft zum Verständnis unterschiedlicher Funktionen im Unternehmen vertraut gemacht. Weiters werden Methoden zum Umgang mit konkreten Problemstellungen geübt und damit Kompetenzen im Bereich Prozess- und Projektmanagement erworben bzw. erweitert.
Anforderungen:
Voraussetzung für die Zulassung zum Universitätslehrgang ist (1) das "ius practicandi" als Arzt/ Ärztin für Allgemeinmedizin bzw. Facharzt/ Fachärztin eines Sonderfaches oder (2) ein abgeschlossenes Medizin-Studium und die Absolvierung von mindestens 1 Jahr der Ausbildungszeit zum Arzt/ zur Ärztin für Allgemeinmedizin oder zum Facharzt/ zur Fachärztin eines Sonderfaches
Titel:
Master of Science (MSc)
Inhalt:
Wirtschaftsmedizin ist Präventivmedizin. Für den Wirtschaftsmediziner steht der Mensch und die Erhaltung und Förderung seiner Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität innerhalb des Systems "Betrieb" im Mittelpunkt. Aus Sicht des Unternehmens ist die Tätigkeit des Wirtschaftsmediziners eine querfunktionale Aufgabe, die den Wert des "Humanvermögens" in einer salutogenen Arbeitswelt erhält und nach Möglichkeit weiterentwickelt. Sie dient somit dem Nutzen sowohl der Mitarbeiter als auch des Unternehmens.
Der Wirtschaftsmediziner bedient sich dabei Instrumentarien aus unterschiedlichen Fachdisziplinen.
Die angewandte betriebliche Arbeitsmedizin beschäftigt sich in erster Linie analytisch mit der Erhaltung und Förderung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern. Sie konzentriert sich dabei vorrangig auf den Arbeitsplatz und die unmittelbare Arbeitsumgebung des Mitarbeiters.
In Erweiterung dazu stehen bei der Wirtschaftsmedizin Einflussfaktoren aus Arbeitsorganisation, Unternehmensführung und dem wirtschaftlichen Umfeld im Mittelpunkt. Sie beschäftigt sich mit dem Zusammenhang und den Wechselwirkungen zwischen Leistung der Mitarbeiter und Produktivität der Organisation.
Ärzte, die ihren medizinischen Horizont erweitern und mit anderen Gebieten, wie Wirtschaft, Technik oder Psychologie, verknüpfen wollen, erwerben mit der Absolvierung des Lehrgangs "Arbeits- und Wirtschaftsmedizin" eine Qualifikation, die die Voraussetzungen zur Ausübung einer abwechslungsreichen, interessanten Tätigkeit bildet und ein zusätzliches Betätigungsfeld eröffnet.
Facts
- Zielgruppe: Personen, die das 'ius practicandi' als Arzt für Allgemeinmedizin bzw. Facharzt besitzen oder das Medizin-Studium abgeschlossen und mind. 1 Jahr der Ausbildungszeit zum Arzt für Allgemeinmedizin oder zum Facharzt absolviert haben.
- Sprache: deutsch
- Abschluss: Master of Science (MSc)
- Dauer: 6 Semester: 17 Blöcke zu 3 - 4 Tagen von Mi/Do bis Sa
- ECTS-Punkte: 120